VIDEO: Das adjuvante Potenzial von HA für parodontale Gewebe

Prof. Anton Friedmann

ABSTRACT

Wie im ersten Teil des Webinars angedeutet, hat sich das im Rahmen der chirurgischen Behandlungsphase angewandte CLEAN&SEAL®-Konzept bei der Therapie von periimplantären infraalveolären Defekten bewährt. Dieser Teil des Webinars konzentriert sich auf die Ergebnisse der nicht-chirurgischen und chirurgischen Anwendung von hyaDENT BG bei parodontalen infraalveolären Defekten. In einer sehr aktuellen randomisierten klinischen Studie wurde die Wirkung von Hyaluronsäure (HA) mit der von EMD verglichen, das bei infraalveolären parodontalen Defekten im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs angewendet wurde. Nach 12 bzw. 24 Monaten waren die klinischen Ergebnisse für beide Materialien statistisch besser als die Ausgangswerte. Unsere Gruppe kombinierte den chirurgischen Ansatz mit der Verwendung von HA in Kombination mit verschiedenen Xenotransplantaten und entweder mit synthetischen oder kollagenen Membranen. Heute betrachten wir eine Fallserie mit mehr als 20 Patienten und über 25 ursprünglich stark kompromittierten Zähnen.

Die klinische und röntgenologische Dokumentation der Ergebnisse hinsichtlich des klinischen Attachmentlevel-Gewinns und der Veränderung der Knochenfüllung sind beeindruckend. Die eindrucksvollste klinisch relevante Verbesserung zeigte sich röntgenologisch für Stellen, die mit HA allein oder mit HA in Kombination mit einer Membran für die Seklusion der Weichteile bei infraalveolären Defekten vor der Naht behandelt wurden. Die Kombination aus einem synthetischen resorbierbaren Knochenersatzmaterial und HA, das ohne Membranen appliziert wurde, erwies sich ebenfalls als erfolgreich. Unsere klinischen Ergebnisse werden im Lichte der zuvor erwähnten Ergebnisse einer RCT-Studie und einer kürzlich vorgestellten präklinischen histo-morphometrischen Studie bei Hunden diskutiert. Sie sind herzlich willkommen, sich mit uns auf die Reise über die grandiosen Eigenschaften dieses biologischen Produkts zu begeben.