HYALURONSÄURE IN DER MUKOGINGIVALEN UND PARODONTALEN CHIRURGIE

Prof. Anton Sculean

Abstrakt

Hyaluronsäure (HA) wurde kürzlich in der rekonstruktiven parodontalen Weichgewebschirurgie aufgrund ihrer biologischen Eigenschaften eingeführt, die die parodontale Wundheilung und Regeneration begünstigen. Daten aus präklinischen Studien haben gezeigt, dass HA die Zugfestigkeit des Granulationsgewebes signifikant erhöht, die Bildung von Blutgerinnseln stimuliert, die Angiogenese induziert und die Wundheilungseigenschaften der an der Weichgewebswundheilung beteiligten Zelltypen verbessert. Jüngste klinische Daten deuten auch darauf hin, dass die Verwendung von HA, entweder allein oder in Verbindung mit autogenen Weichgewebetransplantaten, zu einer hervorragenden Wurzeldeckung von einzelnen und multiplen Rezessionen der Gingiva führen kann, was histologisch mit einer parodontalen Regeneration (d.h. Bildung von Wurzelzement, Parodontalband und Alveolarknochen) einhergehen kann.

Die Ziele dieses Webinars sind:

  1. Darstellung der biologischen Gründe für die Verwendung von HA in der rekonstruktiven Parodontalchirurgie.
  2. Anhand von klinischen Fallpräsentationen und einem chirurgischen Video soll veranschaulicht werden, wie HA in die rekonstruktive Parodontalchirurgie integriert werden kann, mit besonderem Schwerpunkt auf der Verwendung des modifizierten koronal fortgeschrittenen oder lateral geschlossenen Tunnels.